Verfasst am: 01 März 2008 22:44


Aufbau und Funktionsweise einer CDI Zündanlage 

 

Die Abkürzung CDI steht für Capacitor Discharge Ignition, zu Deutsch: Kondensator-Entladungs-Zündung. Weitere übliche Bezeichnungen für diese Bauart von Batteriezündsystemen sind HKZ, Hochspannungs-Kondensator-Zündung,
oder auch Thyristorzündung.

 

 Funktionsschema einer CDI / HKZ / Thyristorzündung

 

Im Ladeteil [a] der CDI ist ein Gleichspannungswandler, der die angelegte Batteriespannung in die höhere Ladegleichspannung umwandelt.

Der Speicherkondensator [5] im CDI Steuergerät [3] wird vom Wandler über eine Diode mittels Impulsen aufgeladen. Diese Diode [4] verhindert den Rückfluss.

Die Ladespannung für den Kondensator beträgt ca. 250...400 V. 

Ein Thyristor [6] (elektronischer Schalter) befindet sich im Primärstromkreis vor dem Kondensator. Er hat die Funktion eines Leistungsschalters.

Wird an seinem dritten Anschluß ein Steuerimpuls angelegt, so wird der Thyristor schlagartig leitend.
Dieser Steuerimpuls wird vom Steuerteil [b] auf Basis einer programierten Kennlinie errechnet. Als Sensor dient die Pickup-Spule (Induktionsgeber), der eine bestimmte Kurbelwellenpositions dem Steuerteil als elektrischen Impuls übermittelt.

Der Kondensator entlädt sich über die Primärwicklung des Zündtransformators [7] (Zündspule).

Der Entladestromstoss (kurzzeitig bis zu 100 A) induziert in die Sekundärwicklung eine hohe Spannung (15.000 - 35.000 Volt) für den Zündfunken [8].

Die Zündspule wird dabei nicht, wie sonst üblich, als Energiespeicher benutzt. Deshalb bezeichnet man sie auch als Zündtransformator.

Durch die geringere Funkendauer (0,1 ... 0,3 ms) ist die Entzündungswahrscheinlichkeit des Kraftstoff-Luft-Gemisches geringer als bei transistorgesteuerten Spulenzündanlagen (0,6 ... 1 ms).

Vorteile sind eine höhere Spannungsreserve , der steile Anstieg der Hochspannung und eine verbesserte Leistung, besonders in hohen Drehzahlbereichen.

 

Diese Zündanlagen sind unempfindlicher gegen elektrische Nebenschlüsse im Sekundär-Zündkreis, insbesonders solche, die durch verschmutzte Zündkerzen entstehen. Es müssen keine Mindestschließzeiten, wie bei Spulenzündanlagen üblich, eingehalten werden. Auch tritt keine Selbstinduktionspannung im Primärstromkreis auf.

 

CDI Steuergerät eines BCB-300
                       CDI Steuergerät eines BCB-300

 

Hoffe, es ist nicht zu technisch erklärt. Vielleicht konnten wir Euch die Funktionsweise einer CDI etwas näher bringen.




Und bitte immer dran denken:

- wenn der Motor läuft, Finger weg von den Kabeln der CDI ... 
  es könnte schmerzlich und gefährlich sein !


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